MPC Nordamerika-Schiffe 2

Oberlandesgericht Hamburg bestimmt Musterkläger im Musterverfahren

Mit Beschluss vom 07.05.2019 hat das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg im Musterverfahren wegen Fehlern im Emissionsprospekt der Beteiligungsgesellschaft CPO Nordamerika-Schiffe 2 mbH & Co. KG (MPC Nordamerika-Schiffe 2) einen Musterkläger bestimmt. Der Beschluss wurde am 10.05.2019 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

In dem Fonds sind fünf Schiffe in sog. Einschiffsgesellschaften zusammengefasst: MS „CPO New York“ Offen Reederei GmbH & Co. KG, MS „CPO Baltimore“ Offen Reederei GmbH & Co. KG, MS „CPO Norfolk“ Offen Reederei GmbH & Co. KG, MS „CPO Savannah“ Offen Reederei GmbH & Co. KG und MS „CPO Miami“ Offen Reederei GmbH & Co. KG.

Damit ist es für alle Anleger, die dort investiert sind und noch keine Klage erhoben haben, möglich innerhalb von sechs Monaten Ansprüche anzumelden, also längstens bis zum 09.11.2019. Wichtig ist jedoch, dass die Frist der sog. Totalverjährung (10 Jahre) noch nicht abgelaufen ist. Sollte es zu einer positiven Entscheidung des Oberlandesgerichts kommen, können dann alle Anmelder von Ansprüchen profitieren.

Das Landgericht Hamburg hatte hierzu am 16.10.2018 einen Vorlagebeschluss erlassen. In den dort festgehaltenen Feststellungszielen geht es um Fehler bei Darstellung des Marktes, des Kaufpreises, der Investitionsquote, des tatsächlich von Reederei Offen eingesetzten Eigenkapitals, der Verflechtungen und daraus resultierender Interessenkollisionen sowie der Risiken der Vermögensanlage.

Die Beteiligung wurde inbesondere von der HypoVereinsbank (UniCredit) angeboten und deren Kunden zur Zeichnung empfohlen.

Für die von mir vertretenen Mandanten habe ich ebenfalls diverse Prospektfehler geltend gemacht, die aber nicht vollständig deckungsgleich mit denen des Vorlagebeschlusses sind.

Sofern Sie wissen möchten, ob Sie Ansprüche anmelden können, nehmen Sie mit mir Kontakt auf. Ich prüfe gerne für Sie, ob das noch möglich ist.