Zweite Lorenz Immobilienfonds: Mandant von Michael Minderjahn obsiegt beim Amtsgericht Ahrensburg – Klage wird abgewiesen

Mit Urteil vom 02.03.2018 hat das Amtsgericht Ahrensburg eine Klage der Zweite Lorenz Immobilienfonds GmbH & Co. KG abgewiesen. Die Fondsgesellschaft verlangte von Minderjahn’s Mandanten die Zahlung rückständiger Sparraten auf die Einlage.

Was war geschehen?

Mein Mandant wurde 2009 geworben, einen Sparvertrag abzuschließen. Das maßgebliche Argument war, dass er ja Anspruch auf die Arbeitgebersparzulage habe. Ihm wurde erklärt, langfristig würden Immobilien ja ein Maximum an Sicherheit bieten. Einen Prospekt hat man ihm nicht übergeben, sonst hätte er festgestellt, dass dieser seit 2003 nicht mehr fortgeschrieben worden ist.

Nach einem Arbeitgeberwechsel konnten die Sparraten auch nicht mehr eingezogen werden. Nachdem auch auf Mahnschreiben keine Reaktion erfolgte, wurde ein Mahnbescheid beim Amtsgericht Coburg beantragt, wegen den der Mandant dann rechtzeitig Widerspruch einlegte.

Die Klage wurde abgewiesen, mein Mandant bekam Recht.

Das Amtsgericht Ahrensburg hat die gegen meinen Mandanten gerichtete Klage abgewiesen. Die Fondsgesellschaft kann daher keine Sparraten mehr von ihm verlangen und hat die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.

Ebenso wie schon das Amtsgericht Saarbrücken  folgt nunmehr auch das Amtsgericht Ahrenburg meiner Auffassung, dass der Fondsgesellschaft die Berechtigung fehle, die Sparraten selbst einzufordern. Ebenso stützt sich das Urteil auf die Auffassung des Amtsgericht Künzelsau, das ebenfalls schon meiner Auffassung gefolgt war. Das sei nur möglich, wenn der Gesellschaftsvertrag eine solche Befugnis enthalte, was aber nicht der Fall sei.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ich erwarte, dass die Fondsgesellschaft das Urteil mit der Berufung angreifen wird.

Konsequenzen

Erneut habe ich damit positiv für einen als Treugeber beteiligten Anleger klären können, dass die Sparraten eingefordert werden, obwohl eine entsprechende Berechtigung gar nicht vorhanden sei.

Alle Anleger, die derzeit – außergerichtlich oder gerichtlich – in Anspruch genommen werden, sollten sich zur Wehr setzen. Allerdings empfehle ich dringend, dass Sie anwaltliche Vertretung in Anspruch nehmen, am besten von auf Kapitalanlage- oder Gesellschaftsrecht spezialisierten Kolleginnen oder Kollegen.

Gerne können Sie sich auch an mich wenden. Für ein unverbindliches Telefonat steht ich gerne zur Verfügung.