MPC Santa P-Schiffe 2: Oldenburgische Landesbank zu Schadenersatz an Mandant von Michael Minderjahn verurteilt

Einem Kunden der Oldenburgischen Landesbank, der von Michael Minderjahn vertreten wurde, hat das Landgericht Oldenburg mit Urteil vom 18.02.2016 vollen Schadensersatz zu gesprochen.

Was war geschehen?

Der Anleger hatte die Beteiligung an vier Containerschiffen (Santa P-Schiffe 2) 2007 gezeichnet. Die Oldenburgische Landesbank hatte dem Kunden zur Zeichnung einer geschlossenen Beteiligung geraten. Er sollte in diese Vermögensanlage investieren, obwohl die Bank hätte wissen müssen, dass das wirtschaftliche Risiko wegen der absehbar erheblichen Überkapazitäten an Containerschiffen seit 2006 enorm gestiegen war.

Die Bank wurde verurteilt, Schadensersatz zu leisten.

Neben anderen Beratungs- und Prospektfehlern, die geltend gemacht wurden, konnte von mir nachgewiesen werden, dass die Bank ihren Kunden weder über alle wesentlichen Aspekte der Beteiligung aufklärte, noch über die enorm hohen Vertriebskosten und auch die Provision für sie verschwieg. Die Bank durfte nicht davon ausgehen, dass der Anleger vollständig informiert war, da die vorher übergebenen Unterlagen zur Information des Kunden ger nicht ausreichten er den Emissionsprospekt erst bei Zeichnung der Beitrittserklärung erhielt.

Die Klage des Kunden auf Schadensersatz war daher in vollem Umfang berechtigt. Aufgrund des Urteils muss die Bank daher die Beteiligungen des Kunden an vier Containerschiffen übernehmen, ihm das noch darin gebundene Kapital zahlen und ihn von jeglichen Nachteilen freihalten. Außerdem sind die Prozesskosten zu erstatten.

Haben Sie auch in eine Schiffsbeteiligung investiert?

Grundsätzlich trägt der Anleger die Gefahr, dass die Vermögensanlage nicht so funktioniert, wie sie soll. Allerdings setzt das zunächst voraus, dass Sie vor Zeichnung vollständig und richtig aufgeklärt wurden. Das bedeutet, dass Ihnen hätte klargemacht werden müssen,
wie risikoreich eine derartige Vermögensanlage ist,
dass derartige Vermögensanlagen nur mit einem sehr kleinen Teil des Vermögens sinnvoll sind,
wie solche Vermögensanlagen organisiert sind,
dass Sie den zugehörigen Prospekt gelesen haben müssen, der zahlreiche wichtige Informationen enthält und
Ihre Bank oder Sparkasse dafür eine Provision erhält, ohne dass Sie davon wissen.

Falls Sie Beteiligung nicht vor mehr als zehn Jahren gezeichnet haben, könnten Sie vielleicht Schadensersatz wegen falscher Beratung geltend machen. Das prüfe ich gerne für Sie. Ohne eine solche sorgfältige Prüfung sollten Sie kein Mandat erteilen, denn das Risiko eines etwaigen Prozesses tragen Sie. Immer muss nämlich der Anleger so gut wie alle Tatsachen nicht nur vortragen sondern auch beweisen, die seinen Anspruch begründen. Sprechen Sie mich an! Für ein unverbindliches Telefonat stehe ich gerne zur Verfügung.

 

Aktualisierung: Die Oldenburgische Landesbank hat gegen das Urteil des Landgerichts Oldenburg Berufung eingelegt. Der Prozess ist derzeit ausgesetzt, weil beim Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg ein Musterfeststellungsverfahren läuft. In diesem muss erst entschieden über die Prospektfehler entschieden werden.